Da ich bereits einen 9 Jahre alten Chihuahua-Spitz-Mix habe und mir zutraute einen zweiten Hund dazu zu holen (ich wollte schon immer einen Zweithund und man kennt sich ja nun mit der Erziehung aus) sind mein großer Buddy und ich auf die Suche nach dem passenden Gegenstück gegangen.
Ich habe mich letztendlich für einen Kleinspitz entschieden.
Das diese Rasse sehr lebhaft ist war mir bewusst, da diese aber auch als leicht erziehbar gelten machte ich mir keine Sorgen darüber, dass wir das nicht hinbekommen würden.
Miro war in seinem Wurf der Ruhigste der Gruppe, war sehr vorsichtig im Umgang mit Buddy und war auch recht zurückhaltend - er wird es, er passt perfekt zu uns.
Die ersten Wochen verliefen super.
Er lernte wirklich schnell, war sehr agil und nicht ängstlich.
Wir beschlossen eine Hundeschule aufzusuchen und besuchten diese regelmäßig jeden Samstag zum Junghundetreff.
Miro war unglaublich vorbildlich, machte sehr gut mit, kam mit allen Hunden gut zurecht und war ihnen vom Trainingszustand her oft voraus.
Als irgendwann ein neues Gruppenmitglied hinzukam (eine Dackelhündin) wurde schnell klar, dass aus den Beiden keine Freunde werden. Was genau passiert ist kann ich nicht sagen, ich erinnere mich das die Beiden ständig aufeinander los gingen (nicht bissig, eher Rangkämpfe) und damit ging schleichend alles Übel los.
Die nächsten Treffen vor Ort verliefen weniger harmonisch.
Miro wurde immer mehr zu Kläffer der in die Leine springt und auf alles los möchte was uns entgegen kommt. Irgendwann auch wenn es „nur“ ein Mensch war, ein Auto oder Fahrrad, etc.
Er wurde zunehmend unentspannter und hyperaktiv, auch innerhalb der Wohnung konnte er kaum noch entspannen. Da ich ihn nicht mehr Händeln konnte und immer verzweifelter war, suchte ich nach einem Trainer, so konnte es nicht weiter gehen.
Endlich Hilfe
Trainerin Nr. 1 war schnell optimistisch.
Ganz nach dem Motto: „ in die Schranken weisen und zeigen das ich der Boss bin.“
Unser Problem sollte damit behoben werden, dass wir mit einer Flasche Wasser arbeiten und immer wenn er bellt wird er angespritzt. Zeigte natürlich auch erstmal Wirkung und da solches Vorgehen sogar im Fernsehen gezeigt wird, sollte es also schon klappen und auch ok sein. Das ich damit alles verschlimmerte wusste ich bis zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Das ich auf Norbert getroffen bin war ein unglaublicher Zufall für den ich heute noch sehr dankbar bin! Als ich Norbert kontaktierte war schnell klar, dass dieses Training ganz anders verlaufen wird und ich war sofort begeistert. Ich war so froh, dass ich meine Hunde beim Training positiv bestärken kann anstatt ihnen zu schaden.
Mit seinen Trainingsmethoden konnten wir sehr schnell Erfolge feststellen.
Vor allem das „isometrische Anfassen“ und das „Zeigen und Benennen“ waren für uns die perfekten Methoden die auch Miro sehr viel Freude bereiteten und ihm in stressigen Situationen halfen.
Einige Monate später sind wir mit unserem Training soweit das er keine Menschen und Autos mehr anbellt und auch unsere Distanz zu anderen Hunden hat sich deutlich verringert.
Ich bin selber viel sicherer bei unseren Spaziergängen weil ich weiß wie ich die Situationen unter Kontrolle bringen kann.
Ich habe oft überlegt aufzugeben, habe an mir gezweifelt und auch daran das ich die richtige Person für diesen Hund bin. Mittlerweile weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe und ich genieße die Zeit mit meinem kleinen Flummi.
Von Herzen ein Danke an Norbert und dogs-point.